Schmuck-Glossar
In unserem Schmuck-Glossar erklären wir wichtige Begriffe rund um hochwertigen, antiken und gebrauchten Schmuck. Von historischen Schmuckepochen und alten Diamantschliffen über Edelsteine und Goldlegierungen bis hin zu Punzen, Fassungen und Verschlüssen finden Sie hier kurze und verständliche Erklärungen.
Achat ist eine Varietät des Chalcedons und gehört zur Quarzfamilie. Charakteristisch sind seine häufig deutlich sichtbaren Farbschichten und Bänderungen. Aufgrund seiner Härte und guten Bearbeitbarkeit wurde Achat bereits in der Antike für Schmuck, Gemmen und Siegelsteine verwendet.
Im Sortiment: Lose Edelsteine im Shop
Akoya-Perlen sind Salzwasser-Zuchtperlen, die vor allem für ihre meist runde Form und ihren feinen Lüster geschätzt werden. Ihre Farbe reicht typischerweise von Weiß über Creme bis zu leicht roséfarbenen Nuancen.
Im Sortiment: Ketten im Shop
Als Altschliff werden historische Diamantschliffe bezeichnet, die vor der Entwicklung des modernen Brillantschliffs entstanden. Altschliffdiamanten wurden von Hand geschliffen und besitzen daher häufig individuelle Proportionen. Typisch sind eine höhere Krone, eine kleinere Tafel und oftmals eine sichtbare Kalette. Ihr Lichtspiel wirkt meist weicher und weniger gleichmäßig als das eines modernen Brillanten und macht einen besonderen Reiz vieler antiker Schmuckstücke aus.
Der Amethyst ist die violette Varietät des Quarzes. Seine Farbpalette reicht von hellem Violett bis zu kräftigem Purpur. Amethyste wurden insbesondere im Schmuck des 19. Jahrhunderts häufig verwendet.
Als Antikschmuck werden im Allgemeinen Schmuckstücke bezeichnet, die mindestens etwa 100 Jahre alt sind. Neben dem Alter spielen Epoche, Gestaltung, verwendete Materialien, Verarbeitung und Erhaltungszustand eine wichtige Rolle bei der Einordnung.
Aquamarin ist die hellblaue bis blaugrüne Varietät des Minerals Beryll und gehört damit zur gleichen Mineralfamilie wie der Smaragd. Sein Name leitet sich vom lateinischen aqua marina – Meerwasser – ab.
Art-Déco-Schmuck entstand insbesondere in den 1920er- und 1930er-Jahren. Klare Linien, Symmetrie und geometrische Formen sind charakteristisch. Besonders typisch sind Schmuckstücke aus Platin oder Weißgold mit Diamanten sowie kontrastierenden Saphiren, Smaragden oder Rubinen.
Art Nouveau ist die internationale Bezeichnung für den Jugendstil. Die Epoche um 1890 bis 1910 ist im Schmuck durch geschwungene Linien, florale Motive, Frauenfiguren sowie Darstellungen aus der Tier- und Pflanzenwelt geprägt.
Im Sortiment: Antikschmuck im Shop
Schmuck des Barock, etwa vom frühen 17. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, zeichnet sich häufig durch eine repräsentative und opulente Gestaltung aus. Perlen, farbige Edelsteine und Diamanten spielten eine bedeutende Rolle.
Mehr dazu: Mittelalter bis Barock: Die Brosche als Schmuck mit Bedeutung
Die Belle Époque bezeichnet ungefähr die Zeit von 1890 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs. Schmuck dieser Epoche wirkt häufig besonders fein und leicht. Platin ermöglichte filigrane Fassungen, in denen Diamanten beinahe schwerelos erscheinen konnten.
Bernstein ist fossiles Baumharz und damit ein organisches Schmuckmaterial. Seine Farbe reicht von hellem Gelb über Honig- und Cognactöne bis zu dunklem Braun. Bernstein wird bereits seit Jahrtausenden zu Schmuck verarbeitet.
Biedermeierschmuck entstand ungefähr zwischen 1815 und 1848. Typisch sind dekorative Goldarbeiten, Broschen, Medaillons, Ohrringe und sentimentale Schmuckstücke. Aufgrund des hohen Goldpreises wurden teilweise materialsparende Herstellungstechniken verwendet.
Ein Brillant ist ein rund geschliffener Diamant mit einer genau definierten Facettenanordnung. Der moderne Brillantschliff besitzt üblicherweise 57 Facetten beziehungsweise 58, wenn die Kalette mitgezählt wird.
Diamant bezeichnet das Material beziehungsweise den Edelstein. Brillant bezeichnet dagegen eine bestimmte Schliffform. Ein Brillant ist daher ein Diamant – aber nicht jeder Diamant ist ein Brillant.
Ein Cabochon ist ein glatt und gewölbt geschliffener Schmuckstein ohne Facetten. Der Cabochonschliff wird unter anderem bei Opalen, Türkisen, Mondsteinen und bestimmten Rubinen oder Saphiren verwendet.
Carneol ist eine orangefarbene bis rötlich-braune Varietät des Chalcedons. Aufgrund seiner guten Gravurbarkeit wurde er bereits in der Antike häufig für Gemmen und Siegelsteine verwendet.
Der Carréschliff ist ein quadratischer Facettenschliff. Kleine Carré-Diamanten oder farbige Edelsteine wurden insbesondere im geometrisch gestalteten Art-Déco-Schmuck gerne eingesetzt.
Chalcedon ist eine mikrokristalline Form von Quarz. Zu seiner vielfältigen Familie gehören unter anderem Achat, Carneol, Chrysopras und Onyx.
Chrysopras ist eine meist leuchtend apfel- bis kräftig grüne Varietät des Chalcedons. Seine grüne Farbe entsteht durch Nickelverbindungen.
Citrin ist eine gelbe bis orangebraune Varietät des Quarzes. Natürlich vorkommender Citrin ist vergleichsweise selten; ein großer Teil des im Handel angebotenen Citrins entsteht durch die Wärmebehandlung von Amethyst.
Als Cocktailring bezeichnet man einen auffälligen, meist größeren Damenring, der durch einen markanten Edelsteinbesatz oder eine besonders dekorative Gestaltung ins Auge fällt. Cocktailringe wurden insbesondere ab den 1920er-Jahren populär.
Diamant besteht aus kristallinem Kohlenstoff und ist das härteste natürlich vorkommende Mineral. Seine Qualität wird bei geschliffenen Diamanten vor allem anhand der sogenannten 4 C beurteilt: Carat, Color, Clarity und Cut.
Der Rosenschliff ist ein historischer Diamantschliff mit flacher Unterseite und einer gewölbten Oberseite aus dreieckigen Facetten. Er war vor allem vom 16. bis ins 19. Jahrhundert verbreitet und ist häufig in antikem Schmuck zu finden.
Die international gebräuchlichen Kriterien zur Beurteilung eines Diamanten sind Carat (Gewicht), Color (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff). Gemeinsam beeinflussen sie Qualität und Wert eines geschliffenen Diamanten.
Doublé bezeichnet ein Grundmetall, auf das eine Goldschicht dauerhaft aufgebracht wurde. Es handelt sich daher nicht um massives Gold. Historischer Doublé-Schmuck kann dennoch sammelwürdig und handwerklich interessant sein.
Als Edelsteine werden natürliche mineralische Materialien bezeichnet, die aufgrund ihrer Schönheit, Seltenheit und Beständigkeit für Schmuck verwendet werden. Zu den bekanntesten gehören Diamant, Rubin, Saphir und Smaragd.
Der Empire-Stil entwickelte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts unter dem Einfluss Napoleons. Die Gestaltung orientierte sich stark an der griechischen, römischen und ägyptischen Antike.
Bei einem Entourage-Ring wird ein größerer Mittelstein von einem Kranz kleinerer Edelsteine oder Diamanten umgeben. Besonders häufig findet man diese Ringform mit einem Saphir, Rubin oder Smaragd als Zentrum.
Eine Schmuckexpertise beschreibt und beurteilt ein Schmuckstück anhand seiner Materialien und Eigenschaften. Umfang und Aussagekraft einer Expertise können je nach Aussteller und Untersuchungsmethode unterschiedlich sein.
Bei einem Facettenschliff wird die Oberfläche eines Edelsteins in zahlreiche ebene Flächen – die Facetten – unterteilt. Ihre Anordnung beeinflusst, wie Licht in den Stein eintritt, reflektiert wird und wieder austritt.
Die Fassung hält einen Edelstein sicher im Schmuckstück. Zu den bekannten Fassungsarten gehören Krappenfassung, Zargenfassung, Kanalfassung und Pavéfassung.
Ein Federring ist ein runder Verschluss mit einem federbelasteten Mechanismus. Er findet sich besonders häufig an feineren Halsketten und Armbändern.
Der Feingehalt gibt an, wie groß der Anteil eines Edelmetalls in einer Legierung ist. Die Angabe 750 bei Gold bedeutet beispielsweise, dass 750 von 1.000 Gewichtsanteilen aus Feingold bestehen.
Gelbgold ist eine Goldlegierung, deren warme gelbe Farbe durch die Zusammensetzung von Feingold und weiteren Metallen entsteht. Häufige Feingehalte sind 585 und 750.
Eine Gemme ist ein geschnittener Schmuck- oder Edelstein mit einem vertieft eingravierten Motiv. Historisch wurden Gemmen häufig als Siegel verwendet.
Bei einer Gemme wird das Motiv in das Material hineingeschnitten, während es bei einer Kamee erhaben hervortritt. Beide Techniken besitzen eine jahrtausendealte Tradition.
585er Gold enthält 58,5 Prozent Feingold. Die übrigen 41,5 Prozent bestehen aus anderen Metallen, die unter anderem Farbe, Härte und Verarbeitungseigenschaften beeinflussen.
750er Gold besteht zu 75 Prozent aus Feingold. International entspricht dies 18 Karat. Es wird häufig für hochwertigen Schmuck verwendet.
Reines Gold ist für viele Schmuckanwendungen relativ weich. Deshalb wird es mit anderen Metallen legiert. Je nach Zusammensetzung entstehen beispielsweise Gelbgold, Weißgold oder Roségold.
Hallmark ist die englische Bezeichnung für einen amtlichen beziehungsweise kontrollierten Edelmetallstempel. Art und Bedeutung von Hallmarks unterscheiden sich je nach Herkunftsland und Epoche.
Hämatit ist ein Eisenoxid mit metallischem bis dunkelgrauem Glanz. Geschliffen und poliert wird es bereits seit langer Zeit als Schmuckstein verwendet.
Der Historismus des 19. Jahrhunderts griff bewusst Stilmerkmale früherer Epochen wie Gotik, Renaissance und Barock wieder auf. Auch Schmuck wurde nach historischen Vorbildern gestaltet.
Unter der Bezeichnung Jade werden insbesondere die Mineralien Jadeit und Nephrit zusammengefasst. Hochwertige Jade besitzt vor allem in asiatischen Kulturen eine lange und bedeutende Schmucktradition.
Jugendstilschmuck aus der Zeit um 1890 bis 1910 ist für fließende Linien und Motive aus der Natur bekannt. Blumen, Blätter, Insekten und weibliche Figuren sind charakteristisch.
Im Sortiment: Antikschmuck im Shop
Eine Kamee ist ein Reliefschnitt, bei dem das Motiv erhaben aus dem Material hervortritt. Häufig wurden dafür mehrschichtige Materialien wie Muscheln, Achat oder Lagensteine verwendet, deren unterschiedliche Farben den Kontrast zwischen Motiv und Hintergrund verstärken.
Der Karabinerverschluss besitzt einen federbelasteten Öffnungsmechanismus und gehört zu den häufigsten Verschlüssen bei Halsketten und Armbändern.
Karat, abgekürzt ct, ist die Gewichtseinheit für Edelsteine. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm.
Bei Gold kann Karat den Feingehalt einer Legierung bezeichnen. 24 Karat entsprechen nahezu reinem Gold, 18 Karat entsprechen 750er Gold und 14 Karat ungefähr 585er Gold.
Bei einer Krappenfassung wird der Edelstein von mehreren kleinen Metallkrappen gehalten. Da große Teile des Steins frei bleiben, kann viel Licht einfallen.
Ein Lagenstein besteht aus verschiedenfarbigen natürlichen Materialschichten. Durch gezieltes Schneiden können diese Farbschichten besonders bei Gemmen und Kameen zur Hervorhebung eines Motivs genutzt werden.
Lapislazuli ist ein intensiv blaues Gestein, das bereits seit der Antike für Schmuck, Amulette und Kunstgegenstände verwendet wird. Charakteristisch können kleine goldfarbene Pyriteinschlüsse sein.
Als Lüster bezeichnet man den charakteristischen Glanz einer Perle. Ein schöner Lüster entsteht durch die Reflexion und Brechung des Lichts in den feinen Perlmuttschichten.
Ein Medaillon ist ein aufklappbarer Anhänger, in dessen Innerem beispielsweise ein Bild, eine Haarlocke oder eine andere persönliche Erinnerung aufbewahrt werden kann. Besonders im 19. Jahrhundert waren Medaillons als sentimentaler Schmuck beliebt.
Millegriffes bezeichnet eine feine, perlenartige Verzierung an den Metallkanten einer Schmuckfassung. Die Technik ist besonders typisch für Schmuck der Belle Époque und des Art Déco.
Mondstein gehört zur Feldspatgruppe. Charakteristisch ist sein schwebend wirkender Lichtschein, die sogenannte Adulareszenz.
Onyx ist eine Varietät des Chalcedons mit lagenartigem Aufbau. Schwarzer Onyx wurde besonders häufig in Schmuck des 19. und 20. Jahrhunderts eingesetzt und eignet sich gut für Gravuren und dekorative Kontraste.
Opal ist ein wasserhaltiges Kieselsäurematerial und berühmt für sein Farbenspiel. Je nach Art können beim Bewegen des Steins unterschiedliche Spektralfarben sichtbar werden.
Eine Opal-Doublette besteht aus einer dünnen Opalschicht, die mit einem dunkleren Trägermaterial verbunden wurde. Dadurch kann die Farbe des Opals intensiver erscheinen.
Eine Opal-Triplette besteht üblicherweise aus drei Schichten: einem Trägermaterial, einer dünnen Opalschicht und einer transparenten Deckschicht.
Bei einer Pavéfassung werden viele kleine Edelsteine dicht nebeneinander in das Metall gefasst. Die Oberfläche wirkt dadurch beinahe vollständig mit Steinen bedeckt.
Peridot ist die Schmucksteinvarietät des Minerals Olivin. Seine Farbe reicht von gelblich-grün bis zu kräftigem Olivgrün.
Perlen entstehen in Muscheln beziehungsweise bestimmten Weichtieren durch die Ablagerung von Perlmutt um einen Kern oder Reiz. Im heutigen Schmuckhandel handelt es sich überwiegend um Zuchtperlen.
Eine Petschaft ist ein Siegelstempel, mit dem ein graviertes Zeichen, Wappen, Monogramm oder Motiv in Siegellack beziehungsweise Siegelwachs gedrückt werden kann. Historische Petschaften wurden teilweise als Anhänger getragen.
Platin ist ein seltenes, dichtes und korrosionsbeständiges Edelmetall. Aufgrund seiner Festigkeit eignet es sich besonders für feine Edelsteinfassungen und wurde unter anderem in der Belle Époque und im Art Déco häufig für Diamantschmuck verwendet.
Provenienz bezeichnet die dokumentierte Herkunfts- und Besitzgeschichte eines Gegenstands. Bei bedeutenden historischen Schmuckstücken kann eine gut belegte Provenienz für die kunsthistorische Einordnung und gegebenenfalls den Wert relevant sein.
Eine Punze ist eine eingeschlagene Kennzeichnung auf einem Schmuckstück. Sie kann beispielsweise Hinweise auf Feingehalt, Hersteller, Herkunft oder Prüfstellen geben.
Die Zahl 585 kennzeichnet bei Gold einen Feingehalt von 585 Tausendteilen, also 58,5 Prozent Feingold.
Die Zahl 750 kennzeichnet eine Goldlegierung mit 75 Prozent Feingold und entspricht 18 Karat.
Als Retro-Schmuck wird insbesondere Schmuck der 1940er-Jahre bezeichnet. Typisch sind größere, plastische Formen, häufig in Gelb- oder Roségold, sowie geometrische und florale Gestaltungselemente.
In Deutschland wird die Ringgröße üblicherweise anhand des Innenumfangs des Rings in Millimetern angegeben. Ein Ring mit einem Innenumfang von 54 mm entspricht beispielsweise der deutschen Ringgröße 54.
Roségold erhält seine rötliche Farbe durch einen höheren Kupferanteil in der Goldlegierung. Je nach Zusammensetzung kann die Farbe von zartem Rosé bis zu kräftigem Rotgold reichen.
Rubin ist die rote Varietät des Minerals Korund. Seine rote Farbe entsteht hauptsächlich durch Chrom. Zusammen mit Saphir gehört Rubin zu den härtesten natürlichen Schmucksteinen.
Saphir gehört wie Rubin zur Mineralgruppe Korund. Besonders bekannt sind blaue Saphire, das Mineral kommt jedoch auch in zahlreichen anderen Farben vor.
Schaumgold bezeichnet eine historische Technik, bei der sehr dünnes Goldblech so verarbeitet wurde, dass ein voluminöser Eindruck bei vergleichsweise geringem Goldgewicht entstand. Solche Arbeiten sind insbesondere bei Schmuck des 19. Jahrhunderts anzutreffen.
Beim Schmuckankauf werden unter anderem Edelmetall, Edelsteine, Zustand, Verarbeitung, Alter, Hersteller, Marktgängigkeit und gegebenenfalls historische Bedeutung eines Schmuckstücks berücksichtigt. Bei hochwertigem Schmuck kann der Wert daher deutlich über dem reinen Edelmetallwert liegen.
Schmuck lässt sich häufig anhand seiner Gestaltung und Verarbeitung einer bestimmten Epoche oder Stilrichtung zuordnen. Zu den bekannten Epochen zählen Biedermeier, Historismus, Jugendstil, Belle Époque, Art Déco und Retro.
Schmuckstein ist ein übergeordneter Begriff für natürliche oder künstlich hergestellte Materialien, die aufgrund ihres Aussehens für Schmuck verwendet werden. Nicht jeder Schmuckstein ist mineralogisch ein Edelstein.
Ein Siegelring besitzt eine meist flache oder gravierte Ringplatte. Historisch diente er dazu, ein persönliches Zeichen oder Wappen in Siegelwachs zu drücken. Siegelringe wurden bereits in der Antike verwendet.
Smaragd ist die intensiv grüne Varietät des Minerals Beryll. Seine Farbe entsteht vor allem durch Chrom und/oder Vanadium. Natürliche Einschlüsse sind bei Smaragden sehr häufig und werden traditionell teilweise als „Jardin“ bezeichnet.
Der Smaragdschliff ist ein rechteckiger oder quadratischer Treppenschliff mit abgeschrägten Ecken. Seine großen, parallel angeordneten Facetten erzeugen ein anderes Lichtspiel als der Brillantschliff.
Ein Solitärring stellt einen einzelnen Edelstein in den Mittelpunkt. Besonders bekannt ist der Diamant-Solitärring, bei dem der Stein häufig in einer Krappenfassung gehalten wird.
Spinell ist ein eigenständiges Mineral, das in zahlreichen Farben vorkommt. Rote Spinelle wurden historisch häufig mit Rubinen verwechselt, bevor moderne gemmologische Untersuchungsmethoden eine sichere Unterscheidung ermöglichten.
Südsee-Zuchtperlen gehören zu den größten Zuchtperlen. Sie werden hauptsächlich von der Perlmuschel Pinctada maxima gebildet und kommen unter anderem in weißen, silbrigen und goldenen Farbtönen vor.
Tahitiperlen sind Zuchtperlen der schwarzlippigen Perlmuschel Pinctada margaritifera. Ihre natürlichen Farbtöne reichen von Grau und Anthrazit bis zu Grün-, Blau- und Auberginennuancen.
Tansanit ist die blau-violette Varietät des Minerals Zoisit. Die kommerziell bedeutenden Vorkommen liegen in einem kleinen Gebiet im Norden Tansanias.
Topas ist ein Mineral, das in verschiedenen Farben vorkommt. Neben farblosem Topas sind insbesondere blaue, gelbliche, rosafarbene und orangefarbene Varianten als Schmucksteine bekannt.
Turmalin bezeichnet eine Mineralgruppe mit außergewöhnlich großer Farbvielfalt. Bekannt sind unter anderem grüne, rosa, rote und mehrfarbige Turmaline.
Bei einer Ultraschallreinigung werden Verschmutzungen mithilfe hochfrequenter Schwingungen in einer Reinigungsflüssigkeit gelöst. Das Verfahren ist nicht für jedes Schmuckstück und jeden Edelstein geeignet. Besonders bei empfindlichen, behandelten oder beschädigten Steinen ist Vorsicht erforderlich.
Ein Verlobungsring symbolisiert das Eheversprechen. Besonders verbreitet ist heute der Solitärring mit einem einzelnen Diamanten, historisch existieren jedoch zahlreiche andere Formen.
Viktorianischer Schmuck entstand während der Regierungszeit Königin Victorias von 1837 bis 1901. Aufgrund der langen Epoche reicht die Gestaltung von romantischem und floralem Schmuck bis zu Trauer- und Erinnerungsschmuck.
Als Vintage-Schmuck wird üblicherweise älterer Schmuck bezeichnet, der noch nicht das für Antikschmuck häufig angesetzte Alter von etwa 100 Jahren erreicht hat. Eine vollkommen einheitliche Altersdefinition des Begriffs gibt es allerdings nicht.
Weißgold ist eine Goldlegierung mit heller Farbwirkung. Die Farbe entsteht durch die Legierung von Gold mit weißen beziehungsweise entfärbend wirkenden Metallen. Weißgoldschmuck kann zusätzlich rhodiniert sein.
Der Wert eines antiken Schmuckstücks hängt nicht allein vom Goldgewicht ab. Edelsteine, Alter, Epoche, Hersteller, Seltenheit, Verarbeitung, Originalität, Erhaltungszustand und aktuelle Nachfrage können ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.
Bei hochwertigem Gebrauchtschmuck können neben dem Materialwert auch Gestaltung, Marke beziehungsweise Hersteller, Edelsteinbesatz, Zustand und Wiederverkaufsmöglichkeiten den Wert beeinflussen.
Bei der Zargenfassung wird ein Edelstein ganz oder teilweise von einem Metallrand umschlossen. Dadurch sitzt der Stein geschützt und sicher in der Fassung.
Zirkon ist ein natürlicher Edelstein und darf nicht mit Zirkonia verwechselt werden. Er kommt in verschiedenen Farben vor und besitzt eine hohe Lichtbrechung.
Zirkonia ist ein synthetisch hergestelltes Material, das aufgrund seines Glanzes häufig als Diamantimitation verwendet wird. Zirkonia ist nicht mit dem natürlichen Edelstein Zirkon identisch.
Eine Zuchtperle entsteht durch menschliche Initiierung der Perlenbildung in einer Muschel. Die eigentliche Perlmuttschicht wird anschließend vom Tier gebildet. Zuchtperlen sind daher echte Perlen und keine künstlichen Imitationen.