FAQ

Häufige Fragen und Antworten

Wissenswertes rund um Antikschmuck

Der Wert hängt nicht allein vom Goldgewicht ab. Auch Edelsteine, Verarbeitung, Alter, Hersteller, Erhaltungszustand, Seltenheit und Nachfrage können ihn beeinflussen. Gerade bei antikem oder hochwertigem Schmuck kann der Wert deutlich über dem reinen Materialwert liegen. Eine verlässliche Einschätzung ist erst nach einer persönlichen Prüfung möglich. Diese übernehmen wir gerne für Sie!

Im Schmuckhandel werden mindestens etwa 100 Jahre alte Stücke üblicherweise als antik bezeichnet. Vintage-Schmuck ist in der Regel jünger und steht häufig für eine bestimmte Zeit oder Stilrichtung. Die Begriffe beschreiben zunächst die zeitliche Einordnung und nicht automatisch Material, Qualität oder Wert.

Gestaltung, Materialien, Fassungen, Edelsteinschliffe, Verschlüsse und Verarbeitung können Hinweise auf Biedermeier, Historismus, Jugendstil, Art Déco oder eine andere Epoche geben. Punzen und Meisterzeichen helfen manchmal zusätzlich. Nicht jedes ältere Stück lässt sich jedoch zweifelsfrei einer einzigen Epoche zuordnen.

Die Zahlen geben bei Goldlegierungen den Feingoldanteil in Tausendteilen an. 333 entspricht 33,3 Prozent Feingold, 585 entspricht 58,5 Prozent beziehungsweise 14 Karat und 750 entspricht 75 Prozent beziehungsweise 18 Karat. Weitere Zeichen können Hersteller, Goldschmied, Herkunft oder Prüfamt kennzeichnen. Eine fehlende Punze bedeutet bei altem Schmuck nicht automatisch, dass das Stück unecht ist.

Ein einzelnes Merkmal genügt nicht. Fachleute betrachten Material, Punzen, Fassungsart, Lötstellen, Abnutzung, Edelsteinschliffe und Gestaltung. Auch spätere Reparaturen oder Umarbeitungen müssen berücksichtigt werden. Eine Punze allein beweist weder das Alter noch die Echtheit des vollständigen Rings.

Der Goldwert berücksichtigt nur Gewicht, Feingehalt und Edelmetallkurs. Bei antikem Schmuck können zusätzlich Handarbeit, Edelsteine, Hersteller, Epoche, Seltenheit, Zustand und Nachfrage wertbestimmend sein. Deshalb sollte ein Stück als Ganzes geprüft werden, bevor es ausschließlich nach seinem Materialwert bewertet wird.

Altschliff ist ein Sammelbegriff für historische Diamantschliffe, die überwiegend von Hand und nach anderen Proportionen als moderne Brillanten geschliffen wurden. Häufig besitzen sie größere Facetten, eine höhere Krone und eine sichtbare Kalette. Ihr Lichtspiel wirkt oft weicher und individueller. Jeder historische Stein muss jedoch einzeln betrachtet werden.

Mit bloßem Auge lässt sich ein Diamant nicht immer sicher von Zirkonia, Moissanit oder anderen Imitationen unterscheiden. Kratz-, Atem- oder UV-Tests sind nicht zuverlässig und können zu Schäden oder falschen Ergebnissen führen. Fachleute verwenden geeignete Prüfgeräte und gemmologische Untersuchungsmethoden.

Bei seltenen, gut erhaltenen oder historisch interessanten Stücken kann eine Umarbeitung den Sammlerwert mindern. Bei anderen Schmuckstücken kann eine fachgerechte Anpassung die Tragbarkeit verbessern. Vor einer Veränderung sollten deshalb Alter, Konstruktion, Zustand und möglicher Sammlerwert geprüft werden.

Eine Reinigungsmethode für alle Antikstücke gibt es nicht. Ein trockenes, weiches Tuch ist häufig die sicherste erste Wahl. Wasser, Reinigungsmittel, Ultraschall und Tauchbäder können bei Perlen, Opalen, Smaragden, Emaille, geklebten Steinen oder empfindlichen Fassungen Schäden verursachen. Bei unbekannten Materialien empfehlen wir eine fachkundige Reinigung. Sprechen Sie uns hier gerne an!

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